Elektrotechnik bis 1799

Von der Magnetnadel zur Elektrochemie

Wir nehmen heute die Elektrotechnik als selbstverständlich hin, doch wie hat das Ganze angefangen? Es war ein langer Weg, bis Licht in die Wohnungen kam, Strom zum Kochen genutzt wurde, oder die erst Radios oder elektrische Waschmaschinen entstanden. Aus der Elektrotechnik sind unterschiedliche Technikbereiche entstanden. Hier erhalten Sie einen chronologischen Überblick der historischen Entwicklung.

ca. v. Chr. 1160, Magnetnadel

Der chinesische Kaiser Tsching-Wang, der in der Zhou-Dynastie (v. Chr. von 1122 bis 221) herrschte, verschenkt eine frei schwimmende Magnetnadel.

ca. 600 v. Chr., Bernstein

Durch Thales von Milet wurden angeblich bereits damals, die elektrischen Eigenschafen von Bernstein (versteinertes Harz von Nadelbäumen) erkannt, der sich durch Reibung elektrostatisch auflädt und so andere leichte Gegenstände (z.B. Federn) anzieht. Siehe auch: um 315.

ca. 121, Kompass

Die chinesischen Seefahrer nutzten den Magneteisenstein als Kompassnadel, was auch in einem chinesischen Wörterbuch erwähnt wurde.

ca. 315, Bernstein

Die Chinesen erkannten die elektrischen Eigenschafen von Bernstein (versteinertes Harz von Nadelbäumen), der durch Reibung elektrostatisch aufgeladen wurde.

1195, Magnetisierung von Stahl

Durch neue Erkenntnisse konnte in Europe Stahl magnetisiert werden.

1600, Elektrometer

William Gilbert erkennt, dass sich nicht nur Bernstein, sondern auch Glas und andere Materialien sich durch Reibung aufladen lassen, und misst mit einem Elektrometer (Elektroskop) die elektrische Ladung.

1727, Erste Stromleitung

Es konnte bereits Strom erzeugt werden, so wurde nach entsprechen elektrischen Leitungen gesucht. Der erste Leitungsdraht bestand aus einem nassen Bindfaden, der zur Isolation mit Seidenfäden an Glashalterungen aufgehängt wurde. Dies funktionierte solange, bis der Bindfaden trocken wurde.

1729, Leiter und Nichtleiter

Vor dem öffentlichen Interesse über die Elektrizität, entdeckte Stephan Gray, dass Materialen in Leiter und Nichtleiter eingeteilt werden können.

1740, Leiter & Isolator

In diesem Jahr entstanden die Begriffe „Leiter" und „Isolator" von J. Th De'saguiliers, in der Elektrotechnik.

1744, Erde als Rückleitung

J. H. Winkler entdeckte, dass das Erdreich als Rückleitung genutzt werden kann. Dies geriet in Vergessenheit, und wurde erst wieder im Jahre 1838 entdeckt. Auch heute wird die Erde als Rückleiter zum Potentialausgleich genutzt.

1763, Elektromotor

Der erste Elektromotor als Kuriosität, der durch statische Aufladung angetrieben wurde. Dabei wurde die Drehung durch den Ladungsausgleich der Elektronen erzeugt. Erbauer der Konstruktion war A. Gorden.

1780, Wasserstofflampe mit elektrischer Zündung

1781, Strohhalm-Elektroskop

Das Strohhalm–Elektroskop von Alessandro Volta, beruhte auf dem gleichen Prinzip, wie das im Jahre 1600 von Gilbert.

1789, Uran wurde entdecket

In dem Mineral Pechblende, hat der Deutschland Chemiker M. H. Klaproth im Erzgebirge, das neue Element Uran entdeckt. Er bezeichnete das Material als Uranit bzw. Uranpecherz.

1792, Entdeckung der elektrochemischen Spannung

Volta experimentierte mit verschiedenen Materialien, wodurch er die elektrochemische Spannung der Materialen Zink-Silber- und Zink-Kupfer-Element in Mineralsäure entdeckte. Hierbei wurden bereits kleine Spannungen erzeugt. Später baute er die erste Batterie.

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