Die Impulszeit nach IEC
Hier wird die Impulszeit nach der IEC61131 beschrieben.
Unterschiede der Impulszeit nach der IEC61131 zu der S5/S7-Zeitbausteine
Die Zeitglieder die nach der IEC61131 genormt wurden, sind von der Beschaltung alle identische, die sich nur durch die Zeitbausteinbenennung (TP=Impulszeit, TON=Einschaltverzögerung, TOF=Ausschaltverzögerung) unterscheiden. Die Funktion vom verlängerten Impuls in der S5/S7 Steuerung, zu der Impulszeit nach der IEC, sind fast identisch. Die Impulszeit beim IEC-Zeitglied kann nicht nachgetriggert werden. Auch die Beschaltung/Darstellung ist einwenig abweichend. So wird bei der IEC-Zeit der Eingang ‚IN' zum ansteuern verwendet (bei der S7 mit 'S'), und die Soll-Laufzeit wird mit den Eingang ‚PT' als TIME-Wert übergeben (bei der S5/S7 als 'TW' gekennzeichnet, und als BCD Kodiert). Der Bit-Ausgang wird allgemein mit ‚Q' gekennzeichnet, während bei der Restzeit wieder unterschiede vorhanden sind. Dabei wird bei der IEC die abgelaufene Zeit auf den Ausgang ‚ET' als TIME-Wert ausgeben, während bei der S5/S7 die Verbleibende Zeit in zwei unterschiedlichen Darstellungen an den Ausgängen ‚DU' bzw. ‚DUAL' oder ‚DE' bzw. ‚DEZ' angezeigt werden können. Die S5/S7 Zeiten, können noch mit einen Rücksetzeingang beschaltet werden, die selten angewendet werden.
Allgemeines zum Zeitglied
Der Impuls kann durch eine positive Flanke (Signalwechsel von 0 nach 1) am Eingang ‚IN' gestartet werden, wodurch der Ausgang ‚Q' sofort ein True-Signal erhält. Der Zeitbaustein bleibt solange auf True, bis die Zeit abgelaufen ist. Während des Zeitablaufs, kann die Zeit nicht durch eine erneute positive Flanke am Eingang, neu gestartet werden.
Das Zeitdiagramm
Mit dem folgenden Zeitdiagramm soll die Zeitfunktion vom Impuls verdeutlicht werden.
Darstellung des Zeitgliedes in der Programmiersprache FBS
Es folget die Darstellungen der Impulszeit in der Programmiersprache FBS, mit weiteren Erklärungen.
FBS
Die Soll-Zeitvorgabe wird über die Variable MD100 übergeben, während die abgelaufene Zeit auf die Variable MD110 ausgegeben wird. Beide Variable enthalten einen Wert vom Typ TIME. Der Wertebereich von einer TIME-Variable liegt zwischen 0 bis 2.147.483.647 ms, und kann einen Zeitbereich von ca. 596 Stunden abdecken, mit einer Auflösung in Millisekunden. Die Genauigkeit der Zeit hängt von denn Hardwareeigenschaft ab, sowie von der Zykluslänge. Umso länger die SPS-Zyklus dauert, umso größer wird der Tolleranzbereich.
- Die Zähler in der SIMATIC S5
- SPS-Programmierung
- SPS-Automatisierung
- SPS
- SPS Steuerung
- SPS Industrie