Programmbeispiel Nr. 10 – Lauflicht als Säule

Das Lauflicht als Säule, durch das dazuschaltet entsprechender Lampen.

Allgemein

Das Lauflicht ist immer wieder eine häufig gestellte Übungsaufgabe, die viele Variationen hat. In der Praxis musste ich bis her noch kein Lauflicht programmieren, dennoch gibt es diese Anforderungen, wie z.B. an den Flughäfen auf den Landebahnen.

Das Lauflicht als Säule, eine kleine Programmbeschreibung

In dem folgenden Programmbeispiel, wird das Lauflicht (mit drei Lampen) als Säule dargestellt, die nach einander eingeschaltet werden. Durch das betätigen eines Tasters, werden die Lampen entsprechend dazu-/abgeschaltet. Im Grundzustand sind alle Lampen aus. Mit dem ersten drücken des Tasters wird die erste Lampe eingeschaltet, während die zweite Betätigung des Taster, die zweite Lampe dazu schaltet, usw. Bei der vierten (letzten) Betätigung, werden alle Lampen wieder ausgeschaltet, wodurch die Grundstellung erreicht wird. Die Lampen können jeder Zeit durch einen Reset-Taster ausgeschaltet werden. Durch einen Zusätzlichen Schalter ist es möglich, das Lauflicht permanent weiter schalten zu lassen, in Abhängigkeit der SPS-Zykluszeit.

Programmbeispiele in FBS

Hier wird das Lauflicht in einen Programmbeispiel als FBS dargestellt, mit den entsprechenden Erklärungen.

Symboltabelle

E0.0 / 1 = Taster für das Lauflicht
E0.1 / 1 = Taster für Zyklische Weiterschaltung des Lauflichts
E0.2 / 0 = Reset-Taster (Grundstellung erzwingen)
A0.0 / 1 = Lampe 1 ansteuern
A0.1 / 1 = Lampe 2 ansteuern
A0.2 / 1 = Lampe 3 ansteuern
M0.0 / 0=VKE-0 (immer False)
M0.1 / 1 = VKE-1 (immer True)
M1.0 / 1 = Positive Flanke für Lauflicht weiterschalten
M1.1 / Flankenhilfsmerker

Netzwerk 1: VKE-0 erzeugen

Beispiel 10- Nw1 - Lauflicht

Am Programmanfang wird standardmäßig das Signale VKE-0 erzeugt, das später im Programm verwendet werden kann.

Netzwerk 2: VKE-1 erzeugen

Beispiel 10- Nw2 - Lauflicht

Am Programmanfang wird standardmäßig das Signale VKE-1 erzeugt, das später im Programm verwendet werden kann.

Netzwerk 3: Weiterschaltbedingung

Beispiel 10- Nw3 - Lauflicht

Die Weiterschaltbedingung wird mit einer positiven Flanke vom Taster erzeugt. Dazu wurde der Standartprogrammteil zur erzeugen einer positiven Flanke verwendet, und mit der ODER-Verknüpfung erweitert, damit das Lauflicht in jeden SPS-Zyklus weiter geschaltet wird, wenn E0.1 True ist.

Netzwerk 4: Lampen ansteuern

Beispiel 10- Nw4

Hier werden die Lampen entsprechenden dazuschalten. Das Lauflicht könnte auch mit einer Schrittkette umgesetzt werden, was für diese Aufgabenstellung aufwändiger währe. Die erste UND-Verknüpfung mit den VKE-1 (M0.1) dient dazu, die komplette Lampeneinschaltung in einen Netzwerk darstellen zu können. Die Weiterschaltbedingung wird an jeden UND-Baustein beschaltet, damit die entsprechende Lampe angesteuert werden kann. Sobald eine Lampe eingeschaltet wird (über das Setzglied), wird auch die Flanke zurückgesetzt (Rücksetzglied), damit nicht in einem SPS-Zyklus mehrere Lampen gleichzeitig angesteuert werden können. Damit das erste Lauflicht angeschaltet werden kann, muss die Grundstellung vorhanden sein (zweiter UND-Baustein, alle Lampen aus), um anschließend mit einer Flanke die erste Lampe einzuschalten. Für die Verknüpfungen der anderen Lampen ist es ausreicht, nur die entsprechen Lampe und die Flanke abzufragen. Dabei ist die Reihenfolge der Verknüpfungen entscheidend.

Netzwerk 5: Reset / Grundstellung erstellen

Beispiel 10- Nw5

Ein Reset sollte immer eingefügt werden, falls ein unbedachter Zustand vorkommt, um die Funktion wieder in Grundstellung zu bringe, oder zum generellen abschalten, das z.B. durch die Betätigung vom Not-Aus erfolgen könnte. Wenn alle Lampen eingeschaltet sind (A0.2 ist True, und entsprechend wird durch die vorgegebene Funktion angenommen, das die anderen Ausgänge ebenfalls True sind), wird mit der folgenden Flanke alle Lampen ausgeschaltet, wodurch die Grundstellung erreicht wird. Danach ist es möglich, die Lampen erneut Anzusteuern.

Ergänzung

Das Programmbeispiel über das Lauflicht, zeigt ein Programmierstiel mit gewissen Vor-/Nachteile. Der Vorteil ist, dass das Programm recht kompakt ist. Der Nachteil ist die Aufteilung der Setz-/Rücksetzglieder, womit die Lampenansteuerung (Funktion) nicht so schnell erkannt wird, und bei eingriffen in das Programm schneller zu Fehlern führen könnte, das bei größeren Programmen leicht passieren kann.

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