Programmbeispiel Nr. 11 – Lauflicht als wanderndes Licht

Das Lauflicht als wanderndes Licht, in dem die benachbarte Lampe ein-/ausgeschaltet wird.

Allgemein

Das Lauflicht ist immer wieder eine häufig gestellte Übungsaufgabe, die viele Variationen hat. In der Praxis musste ich bis her noch kein Lauflicht programmieren, dennoch gibt es diese Anforderungen, wie z.B. an den Flughäfen auf den Landebahnen.

Das Lauflicht als wanderndes Licht, eine kleine Programmbeschreibung

In dem folgenden Programmbeispiel, wird das Lauflicht (mit drei Lampen) als wanderndes Licht dargestellt, in dem die erste Lampe eingeschaltet wird, bis die neben liegende Lampe angesteuert wird. Durch das betätigen eines Tasters, werden die Lampen entsprechend an-/abgeschaltet. Im Grundzustand sind alle Lampen aus. Mit dem ersten drücken des Tasters wird die erste Lampe eingeschaltet, während die zweite Betätigung des Taster, die erste Lampe ausschaltet & die zweite Lampe dazu schaltet, usw. Bei der vierten (letzten) Betätigung, wird die Lampe ausgeschaltet, wodurch die Grundstellung erreicht wird. Das Licht kann jeder Zeit durch einen Reset-Taster ausgeschaltet werden. Durch einen Zusätzlichen Schalter ist es möglich, das Lauflicht permanent weiter schalten zu lassen, in Abhängigkeit der SPS-Zykluszeit.

Programmbeispiele in FBS

Hier wird das Lauflicht in einen Programmbeispiel als FBS dargestellt, mit den entsprechenden Erklärungen.

Symboltabelle
E0.0 / 1 = Taster für das Lauflicht
E0.1 / 1 = Taster für Zyklische Weiterschaltung des Lauflichts
E0.2 / 0 = Reset-Taster (Grundstellung erzwingen)
A0.0 / 1 = Lampe 1 ansteuern
A0.1 / 1 = Lampe 2 ansteuern
A0.2 / 1 = Lampe 3 ansteuern
M0.0 / 0=VKE-0 (immer False)
M0.1 / 1 = VKE-1 (immer True)
M1.0 / 1 = Positive Flanke für Lauflicht weiterschalten
M1.1 / Flankenhilfsmerker

Netzwerk 1: VKE-0 erzeugen

Beispiel 11- Nw1 - Lauflicht

Am Programmanfang wird standardmäßig das Signale VKE-0 erzeugt, das später im Programm verwendet werden kann.

Netzwerk 2: VKE-1 erzeugen

Beispiel 11- Nw2 - Lauflicht

Am Programmanfang wird standardmäßig das Signale VKE-1 erzeugt, das später im Programm verwendet werden kann.

Netzwerk 3: Weiterschaltbedingung

Beispiel 11- Nw3 - Lauflicht

Die Weiterschaltbedingung wird mit einer positiven Flanke vom Taster erzeugt. Dazu wurde der Standartprogrammteil zur erzeugen einer positiven Flanke verwendet, und mit der ODER-Verknüpfung erweitert, damit das Lauflicht in jeden SPS-Zyklus weiter geschaltet wird, wenn E0.1 True ist.

Netzwerk 4: Lampen ansteuern

Beispiel 12- Nw4

Hier werden die Lampen entsprechenden ein-/ausgeschalten. Das Lauflicht könnte auch mit einer Schrittkette umgesetzt werden, was für diese Aufgabenstellung aufwändiger währe. Die erste UND-Verknüpfung mit den VKE-1 (M0.1) dient dazu, die komplette Lampenansteuerung in einen Netzwerk darstellen zu können. Die Weiterschaltbedingung wird an jeden UND-Baustein beschaltet, damit die entsprechende Lampe angesteuert werden kann. Sobald eine Lampe ein/-ausgeschaltet wird (über das Setz-/Rücksetzglieder), wird auch die Flanke zurückgesetzt (Rücksetzglied), damit nicht in einem SPS-Zyklus mehrere Lampen gleichzeitig angesteuert werden können. Damit das erste Lauflicht angeschaltet werden kann, muss die Grundstellung vorhanden sein (zweiter UND-Baustein, alle Lampen aus), um anschließend mit einer Flanke die erste Lampe einzuschalten. Für die Verknüpfungen der anderen Lampen ist es ausreicht, nur die entsprechen Lampe und die Flanke abzufragen.

Netzwerk 5: Reset / Grundstellung erstellen

Beispiel 12- Nw5

Ein Reset sollte immer eingefügt werden, falls ein unbedachter Zustand vorkommt, um die Funktion wieder in Grundstellung zu bringe, oder zum generellen abschalten, das z.B. durch die Betätigung vom Not-Aus erfolgen könnte. Wenn die letzte Lampen eingeschaltet ist (A0.2 ist True), wird mit der folgenden Flanke alle Ausgänge zurückgesetzt, wodurch die Grundstellung erreicht wird. Danach ist es möglich, die Lampen erneut Anzusteuern.

Ergänzung

Das Programmbeispiel über das Lauflicht, zeigt ein Programmierstiel mit gewissen Vor-/Nachteile. Der Vorteil ist, dass das Programm recht kompakt ist. Der Nachteil ist die Aufteilung der Setz-/Rücksetzglieder, womit die Lampenansteuerung (Funktion) nicht so schnell erkannt wird, und bei eingriffen in das Programm schneller zu Fehlern führen könnte, das bei größeren Programmen leicht passieren kann.

  • SPS-Programmierung
  • SPS-Automatisierung
  • SPS
  • SPS Steuerung
  • SPS Industrie
  • SPS