Programmbeispiel Nr. 2 – VKE-1
Erzeugen von ein VKE-1
Allgemein
Die Abkürzung von VKE steht für Verknüpfungsergebnis, und wird nach jeder einzelnen Bit-Verknüpfung (z.B. pro AWL-Befehlszeile) vom Programm erzeugt. Bei einer Ergebniszuweisung wird das aktuelle VKE auf den Bit-Operanten (z.B. M102.3 oder A4.2) übertragen. Durch die Bezeichnung VKE-1, wird drauf hingewiesen, dass das Verknüpfungsergebnis den Signalzustand 1 hat.
Verwendungszweck
In der SPS-Programmierung wird häufig ein VKE-1 Bit benötigt, damit Bausteine entsprechend beschaltet werden können, oder bei der Inbetriebnahme Funktionen überbrückt werden, die noch nicht fertig gestellt wurden. Entsprechend wird am Programmanfang ein Bit-Operrand benutzt, der immer ein 1-Signal hat, und sich leicht zu merken ist, wie z.B. M0.1.
Programmbeispiele in FBS/AWL
Hier sollen zwei Beispiele aufgezeigt werden, wie ein VKE-1 erzeugt werden kann.
Beispiel mit der ODER-Verknüpfung
Der Bit-Operrand M0.1 wurde für den VKE-1 ausgewählt. Der M0.1 wird einmal direkt auf den ODER-Baustein geschaltet, bzw. einmal negiert, um anschließend sich selbst zuzuweisen. Die Logik besteht darin, das der M0.1 entweder 1 (erste Zuweisung) bzw. 0 (zweite Zuweisung) ist, wodurch das Ergebnis 1-Signal hat, das auf den M0.1 übertragen wird.
Beispiel mit dem Setzglied
Der Bit-Operrand M0.1 wurde für den VKE-1 ausgewählt. Wenn der M0.1 0-Signal hat, wird dieses Signal durch die Setzanweisung sofort auf 1 gesetzt, und auf M0.1 übertragen.
Anmerkung zum Beispiel
Solange der M0.1 im SPS-Programm nicht mehr neu zugewiesen wird, bleibt der M0.1 immer auf 1-Signal.
- Programmbeispiel Nr. 3 – Positive Flanke
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