Programmbeispiel Nr. 4 – Negative Flanke
Erzeugen von einer negativen Flanke.
Allgemein
Unter eine negative Flanke wird ein Signal verstanden, das für einen SPS-Zyklus 1-Signal hat, das erzeugt wird, wenn ein Bit-Operrand (z.B. E99.1 oder M10.4) eine Signal Änderung von 1 nach 0 stattfindet. Bei der Anwendung einer negativen Flanke, werden mindeste zwei SPS-Zyklen betrachtet. Da währe einmal der Bit-Operrand mit 1-Signal, bzw. die Signal Änderung von 1 auf 0. Manchmal werden auch andere Zyklen von Interesse sein, um das Programmverhalten zu verstehen, das vom Einsatz der Flanke abhängt.
Verwendungszweck
Die Verwendung von negativen Falken ist nicht so häufig wie bei der positiven Flanken. Durch die negativen Flanken können Weiterschaltbedingung erstellt werden, die nur für eine SPS-Zyklus aktiv sein dürfen, für Zählerfunktionen um mehrfach Zählungen zu vermeiden, und einiges mehr.
Programmbeispiele in FBS
Hier wird ein Beispiel aufgezeigt, wie in FBS eine negative Flanke erzeugt werden kann.
Beispiel
SPS-Zyklusbearbeitung
Erklärung
Durch den Eingang E10.0 soll eine negative Flanke erzeugen werden, während M10.0 das Flankensignal enthält, und dem M10.1 wird als Hilfsmerker verwendet.
Zyklus Nr. 1
Der Grundzustand ist vorhanden. Die UND-Verknüpfung ist nicht erfüllt, da E10.0 True ist, und M10.1 wird mit der Setzeingang durch E10.0 auf True gesetzt.
Zyklus Nr. 2
Eine Signal Änderung von 1 auf 0 findet statt. Am UND-Baustein ist der E10.0 auf False wodurch die erste Bedingung durch die Negierung erfüllt ist, während M10.1 immer noch True ist, ist die UND-Verknüpfung erfüllt, wodurch M10.0 als Ergebnis True wird, und somit den M10.1 am Rücksetzeingang auf 0-Signal gesetzt wird. Da E10.0 nun False ist, wird am Setzeingang der M10.1 nicht mehr auf 1-Signal gesetzt.
Zyklus Nr. 3
Der Eingang E10.0 ist immer noch False, während im letzten Zyklus der M10.1 auf False gesetzt wurde, wird die UND-Verknüpfung nicht mehr erfüllt, wodurch der M10.0 nicht mehr als Ergebnis True wird.
Zyklus Nr. 4
Es hat keine Änderung statt gefunden, wodurch die Signale gleich bleiben.
Zyklus Nr. 5
Der Eingang E10.0 wird True, und mit der Negierung wird die UND-Verknüpfung nicht erfüllt. Somit bleibt der M10.0 auf False. Weil E10.0 am Setzeingang True ist, wird M10.1 auf 1-Signal gesetzt.
Zyklus Nr. 6
Keine Signal Änderung vorhanden, Grundstellung vorhanden.
Anmerkung
Das Programmbeispiel zeigt wie früher negative Flanken programmiert wurden, weil dafür keine entsprechenden SPS-Anweisungen vorhanden waren. In den heutigen SPS-Systemen sind entsprechende Befehle vorhanden, und in der Normung ICE61131-3 sind die Flanken mit entsprechenden Befehlen aufgenommen.
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