Programmbeispiel Nr. 8 – Schützverriegelungen

Standartprogrammierung für die Schützverriegelung.

Allgemein

Bei den Schützsteuerung gehören die Verriegelungen zum Standart dazu, um z.B. Fehlfunktionen durch das gleichzeitigen ansteuern von Schützen zu verhindern, das unter umständen zu Schäden führen könnte. In der SPS-Technik werden die Schützverriegelungen ebenfalls benötigt, in dem die Ausgänge entsprechend programmiert werden. In einigen Steuerungen werden zusätzlich noch Hardwareverrieglungen integriert, für den Fall das Schützkontakte zusammen schweißen, oder das Schütz mechanisch blockiert.

Programmbeispiele in FBS

Hier werden die Schützverriegelungen in kleinen Programmbeispielen als FBS dargestellt, in unterschiedlichen Programmierungen, mit den entsprechenden Erklärungen.

Symboltabelle
E0.0 / 1 = Motor rechts drehen einschalten
E0.1 / 0 = Motor rechts drehen ausschalten
E1.0 / 1 = Motor links drehen einschalten
E1.1 / 0 = Motor links drehen ausschalten
A10.0 / 1 = Motor rechts drehen einschalten
A11.0 / 1 = Motor links drehen einschalten

Beispiel 1 – Einfache Schützverriegelung

Beispiel 1 - FBS Teil 1

Beispiel 1 - FBS Teil 3

Alternative Darstellung

Beispiel 1 - FBS Teil 2

Beispiel 1 - FBS Teil 4

Erklärung
In diesem Beispiel ist nur eine Schützverriegelung umgesetzt worden. Durch die Beschaltung der Ausgänge (A10.0 & A11.0) an den Rücksetzeingang bzw. UND-Baustein, wird das Zuschalten der linken Drehrichtung des Motors verhindert, wenn bereits die Motordrehrichtung rechts angesteuert ist, das auch für den umgekehrten Fall gilt, wenn der Motor bereits die linke Drehrichtung angesteuert wird. Zusätzlich wird dann noch einer der beiden Ausgänge zurückgesetzt, wenn beide Drehrichtungen angesteuert sein sollten (z.B. durch die Ansteuerung vom Programmiergerät). Diese Verriegelungsart sollte bei allen Betriebsmitteln erfolgen, die nicht gemeinsam angesteuert sein dürfen.

Wichtig

In fast allen Fällen ist es sinnvoll, eine Kombination aus Taster-/Schützverriegelung zu programmieren, damit möglichst viele Fehlermöglichkeiten (z.B. das Steuern von den Ausgängen vom Programmiergerät aus) abgedeckt werden.

Beispiel 2 – Kombination aus Taster-/Schützverriegelung

Beispiel 2 - FBS Teil 1

Beispiel 2 - FBS Teil 2

Erklärung

Das Beispiel Nr. 1 wurde mit einer Tasterverriegelung erweitert, in dem beide Eintaster (E0.0 & E1.0) auf den UND-Baustein geschaltet wurden. Zusätzlich wurden noch die Ausgänge an den UND-Baustein angehängt, damit der Motor nur noch gestartet werden kann, wenn dieser auch ausgeschaltet ist.

SPS