Programmbeispiel Nr. 9 – Blinker

Blinker in Abhängigkeit von der SPS Zykluszeit.

Allgemein

In der Automatisierungstechnik werden Blinker häufig mit Signallampen in Verbindung gebracht, um die Dringlichkeit der Meldung zu betonen. Es gibt auch noch Anwendungen für Blinker, um Zählerstände zu erhöhen/vermindern (z.B. einfache Zeitwerte zu erstellen), oder Umschaltungen von Betriebsmittel in einen bestimmten Zyklus zu betreiben (z.B. Redundante Pumpen abwechseln laufen lassen), oder bei Zentralschmierungen mit unterschiedlichen Zeitverhalten (z.B. Pausenzeit von 30 Minuten, Arbeitszeit von 15 Sekunden). Für die Erstellung von Blinker, gibt es einige Varianten, die sehr unterschiedlich aussehen.

Der einfache Blinker

Um ein einfachen Blinker zu erzeugen, wird die Eigenschaft der SPS genutzt, dass das Anwenderprogramm von Anfang bis Ende bearbeitet wird, um anschließend wieder von vorne anzufangen. Die Blinkzeit ist dann von der Zykluszeit abhängig (z.B. von 1ms bis 200ms liegen, was 500Hz bis 2,5Hz entspricht), je nach dem wie lange ein SPS-Zyklus dauert, der auch variieren kann.

Das Programm in FBS

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SPS-Zyklusbearbeitung

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Erklärung

Zyklus Nr. 1: Beim start der SPS hat A0.0 am UND-Baustein 0-Signal, und wird durch die Negierung zum 1-Signal, das durch die Ergebniszuweisung auf A0.0 übertragen wird.
Zyklus Nr. 2: Das Signal von A0.0 wurde durch den vorherigen Programmdurchlauf auf True gesetzt, das nun an den UND-Baustein anliegt. Durch die Negierung wird aus dem True-Signal eine False, das durch die Ergebniszuweisung auf A0.0 übertragen wird.

Die Signale werden in jeden Programmdurchlauf geändert, und dies in Abhängigkeit der Zykluszeit. Der so erstellte Blinker, vermittelt durch die LED am SPS-Ausgang einem Eindruck, wie schnell die CPU das Programm abarbeitet, und kann auch als Lebenszeichen für das Servicepersonal verwendet werden.

SPS