Ein Beispiel für das Lauflicht
Von vielen verschiedenen Umsetzungen eines Lauflichtes, wird ein Beispiel gezeigt.
Allgemein
Das Lauflicht ist immer wieder eine häufig gestellte Übungsaufgabe, die viele Variationen hat. In der Praxis musste ich bisher noch kein Lauflicht programmieren, dennoch wird es diese Anforderungen geben.
Das Programmbeispiel des Lauflichts
In dem folgenden Programmbeispiel wird das Lauflicht mit vier Lampen dargestellt. Das Programm wird in FBS dargestellt, das auf der SPS-Steuerung SIMATIC S7 300-Serie der Firma Siemens AG getestet wurde. Das Programm kann mit kleinen Anpassungen beim Zeitbaustein als IEC61131 Programm verwendet werden.
Kurze Funktionserklärung
Das Lauflicht kann über die Ein-/Ausschalter frei gegeben werden. Nach dem einschalteten, werden die Lampen über eine Zeitfunktion weitergeschaltet. Beim starten des Lauflichtes, wird immer die erste Lampe angesteuert. Wenn die letzte Lampe angesteuert wurde, fängt das Lauflicht wieder mit dem ersten Licht an. Beim ausschalteten werden alle Lampen zurückgesetzt. Dabei ist zu beachten, das alle Lampen über Setz-/Rücksetzglieder angesteuert werden, weil die Weiterschaltbedingung nur für einen SPS-Zyklus vorhanden ist.
Symboltabelle
E0.0 / 1 = Taster für Lauflicht einschalten
E0.1 / 0 = Taster für Lauflicht ausschalten
A0.0 / 1 = Lampe 1 ansteuern
A0.1 / 1 = Lampe 2 ansteuern
A0.2 / 1 = Lampe 3 ansteuern
A0.3 / 1 = Lampe 4 ansteuern
M1.0 / 1 = Freigabe für das Lauflicht
M1.1 / Flankensignal für Lauflicht wurde eingeschaltet
M1.2 / 1 = Signal für Lampe weiterschalten
M1.3 / 1 = Zeit ist abgelaufen, Lampe weiterschalten
T1 / Einschaltverzögerung für Lauflicht weiterschalten
MD100 / Zeitwert für T1
Teil 1: Signal für Einschaltvorgang erstellen

Mit Hilfe des Merkers M1.1 wird erkannt, dass die erste Lampe vom Lauflicht angeschaltet werden soll. Wenn die Freigabe M1.0 (in Teil 2) erfolgt, ist der M1.1 noch für eine weiteren SPS-Zyklus auf False. Dies wird in Teil 5 mit einem UND-Verknüpfung zum einschalten der ersten Lampe genutzt.
Teil 2: Freigabesignal für das Lauflicht

Über die Taster E0.0 & E0.1 (Ein-/Austaster) kann das Lauflicht in Funktion gesetzt setzt werden. Entsprechen wird der Merker M1.0 (1=Freigabe vorhanden) angesteuert. Sollte das Signal nicht vorhanden sein, werden über die Rücksetzglieder alle Lampen ausgeschaltet. Dazu wurde der Ausgang vom Setz-/Rücksetzglied mit eine Negierung beschaltet.
Teil 3: Die Zeit

Nach der Zeitvorgabe, die über die Variable MD100 erfolgt, hat der Zeitbaustein T1 für einen Zyklus ein True-Signal. Die Zeit ist nur aktiv, wenn die Freigabe (M1.0) vorhanden ist. Der Merker M1.3 startet die Zeit erneut, wenn der Zeit verstrichen ist.
Teil 4: Zeitsignale erstellen

Hier erhalten die Merker M1.2 & M1.3 ein True-Signal, wenn die Zeit von T1 abgelaufen ist. Der M1.2 wird für die Umschaltung der Lampen genutzt, während der M1.3 für das Neustarten des Zeitbausteins zuständig ist.
Teil 5: Lampe 1 ansteuern

Hier wird die erste Lampe angesteuert, die einmal beim Einschalten des Lauflichtes angesteuert werden muss, das durch die Verknüpfung M1.0 & M1.1 realisiert wird (siehe auch Teil 1). Die zweite Ansteuerung erfolgt, wenn die letzte Lampe angeschaltet ist, und die Zeit abgelaufen ist, dass mit der M1.2 & A0.3 Verknüpfung umgesetzt wurde.
Sobald die Lampe angesteuert wurde, wird das vorhergehende Licht (A0.3) & das Weiterschaltsignal (M1.2) zurücksetzt. Das Signal M1.2 wird auf False angesteuert, um ein erneutes weiterschalten in den aktuellen Zyklus zu vermeiden.
Teil 6: Lampe 2 ansteuern

Die Lampe 2 wird angesteuert, wenn die vorhergehende Lampe (A0.0) angesteuert ist, und das Zeitsignal ansteht. Entsprechend werden die Signale angesteuert, wie in Teil 5 beschrieben.
Teil 7: Lampe 3 ansteuern

Die Lampe 3 wird angesteuert, wenn die vorhergehende Lampe (A0.1) angesteuert ist, und das Zeitsignal ansteht. Entsprechend werden die Signale angesteuert, wie in Teil 5 beschrieben.
Teil 8: Lampe 4 ansteuern

Die Lampe 3 wird angesteuert, wenn die vorhergehende Lampe (A0.2) angesteuert ist, und das Zeitsignal ansteht. Entsprechend werden die Signale angesteuert, wie in Teil 5 beschrieben.
Erweiterung
Um weitere Lampen für das Lauflicht zu verwenden, werden entsprechen die neuen Lampen, nach dem Prinzip von Teil 6-8 angefügt. In Teil 5 muss für den A0.3 die entsprechende letzte Lampe eingetragen werden. In Teil 2 kommen neue Rücksetzglieder von den neuen Ausgängen dazu.