Der verlängerte Impuls

Die Zeitfunktion als verlängerte Impuls in der SIMATIC S5

Allgemeines zum Zeitglied

Mit den verlängerten Impuls als Zeitfunktion, kann durch eine positive Flanke (Signalwechsel von 0 nach 1) am Starteingang (‚1_-_V') die Zeit gestartet werden, wodurch der Ausgang ‚Q' mit True-Signal angesteuert wird. Damit der Ausgang bis zum Ablauf der Zeit True-Signal behält, braucht der Starteingang nicht permanent auf True sein. Solange die Zeit nicht abgelaufen ist, kann durch eine erneute positive Flanke am Starteingang, die Zeit von neuen gestartet werden. Wenn am Rücksetzeingang ‚R' ein True-Signal anliegt, wird die Zeit vom verlängerten Impuls auf Null gesetzt, und der Ausgang ‚Q' erhält eine False-Signal. Erst wenn wieder am Rücksetzeingang ein False-Signal anliegt, kann durch eine positive Flanke am Starteingang die Zeit wieder gestartet werden.

Das Zeitdiagramm

Mit dem folgenden Zeitdiagramm soll die Zeitfunktion vom verlängerten Impuls verdeutlicht werden.

Verlängerter Impuls Zeitdiagramm

Darstellung des Zeitgliedes in FBS

Es folgt ein kleines Programm mit dem Zeitbaustein als verlängerter Impuls.

Verlängerter Impuls FBS

Weitere Informationen zur Zeitfunktion verlängerter Impuls

Der verlängerte Impuls Zeitbaustein besitzt drei Bit-Beschaltungsmöglichkeiten, den Starteingang ‚1_-_V', den Rücksetzeingang ‚R', sowie den Ausgang ‚Q'. In den Programmiersprachen FBS & KOP, können an den Bit Ein-/Ausgänge weitere Beschaltungen mit Bit-Verknüpfungen durchgeführt werden.

An den ‚TW' Eingang, wird die Soll-Laufzeit übergeben, die in Form eines festen Zeitwert oder einer Variablen (bevorzugt als ein Wort z.B. MW) übergeben wird. Die Syntax für die feste Konstante bzw. den Aufbau der Variable ist weiter unten beschrieben. Bei dem starten der Zeit (durch die positive Flanke), wird der Soll-Wert dem Zeitbaustein übergeben, der nun den Zeitwert auf Null herunter zählt. Es kann sich eine Toleranz auf Grundlage der Zeitbasis von +/- 1 ergeben. So sollte die kleinste Zeitbasis gewählt werden, um nahe an die gewünschte Zeit zu kommen. Das währe bei der Soll-Zeit von 1,5 Sekunden nicht der Festwert ‚KT 15.1', sondern der ‚KT 150.0' als Zeitwert.

Die Ausgänge ‚DU' & ‚DE' geben den aktuellen Zeitwert aus, wie lange es noch dauert, bis der Zausgang durchgeschaltet wird. Die beiden Ausgänge sollten bevorzugt mit Wörtern beschaltet werden, die den aktuellen Zeitwert in unterschiedliche Formate ausgeben. So steht ‚DU' für die Duale (Binäre) Darstellung, während ‚DE' für eine Dezimales Format steht. Diese beiden Formate sind weiter unten beschrieben. Der Programmierer kann sich für eine weitere Auswertung, das entsprechen Format aussuchen, und dies z.B. mit Vergleichsoperationen weiter bearbeiten.

Aufschlüsselung des ‚TW' Zeitformats

Die folgen Darstellungen zeigen, wie die Zeitformate als festen Wert oder über Variable (z.B. MW100) übergeben werden können.

Erklärung zur ‚Konstante des Timers'

S5 KT

Aufbau des Zeitwertes in ein Merker Wort.

S5 TW

Aufschlüsselung des ‚DU' Zeitformats

In dem obigen Beispiel wurde das MW102 verwendet, in dem der aktuelle Zeitwert in Dual (Binären) Zahlenformat abgelegt wird. In den Programm oder in Variabeln Tabellen, kann der aktuelle Zeitwert direkt als Dezimalwert angezeigt werden, in dem keine Zeitbasis (Einheit) vorhanden ist, wodurch keine Angabe gemacht werden kann, wann die Zeit abgelaufen sein wird.

Aufschlüsselung des ‚DE' Zeitformats

Es folge eine Tabelle zur Erläuterung des Zeitformates ‚DE'.

S5 DE

SPS